14 September 2007

Ich möchte auch so einen!

Gerade habe ich bei Uncommon Grounds entdeckt, dass Harun Yahya [ja, der islamische Kreationist und Holocaust-Leugner, der in der Türkei alle WordPress-Blogs hat sperren lassen*] seinen unsäglichen "Atlas der Schöpfung" jetzt in Irland verschickt.

Woher kommt nur all das Geld? Uncommon Grounds sagt ganz richtig:

If teaching intelligent design in biology classrooms is “breathtaking inanity” [Anm.: zitiert aus dem Dover-Urteil], what superlatives are left to describe the immensely greater inanity of Harun Yahya?
Wer ist den gleichzeitig so ab vom Patt, dass er den Atlas der Schöpfung für verbreitungswürdig hält, *und* hat soviel Kohle zum aus dem Fenster schmeißen?

Ich hoffe trotzdem, unser Institut kriegt ein Exemplar geschickt (die sollen sich ruhig mit dem Verschicken des Unsinns ruinieren), ich möchte das mal im Original sehen.

MfG,
JLT



* Matt von WordPress hatte am 25. August noch mal ein Update zu der Geschichte auf seinem eigenen Blog gepostet und der Istanbul Despatch Blog, der sich intensiv mit der Geschichte beschäftigt hat, brachte noch am 2. September eine Story dazu, also scheint der WordPress-Block auch weiterhin zu bestehen.

3 Kommentare:

MRS said...

Von Harun Yahya gibt es auch eine lustige "Reportage": The miracle of life (oder so). Besonders gut hat mir die musikalische Untermalung gefallen.

Björn said...

Diese Wälzer wurden übrigens vor ein paar Wochen auch zu uns ans Museum für Naturkunde, Berlin geschickt. alle Wissenschaftler (mehr als 100 !!) haben ein Exemplar geschenkt bekommen. Unsere Poststelle hat sich gefreut. Die Dinger sind ja dick ein Ziegelstein und blockieren die Sekretariate. Viele unserer Leute schicken das Buch als "Annahme verweigert" zurück. Andere behalten es aus Kuriositätsgründen. Von München habe ich auch gehört, das die dutzende Exemplare erhalten haben und in Frankreich wurde das Machwerk anscheinend schon im letzten Jahr ausgeteilt. Für uns Profis ist das alles eher seltsam und witzig weil voller dummer Fehler (Serpeln werden als Crinoiden dargestellt und das Fossil eines Salamanderähnlichen als Frosch etc, etc..). Vielleicht kann man noch froh sein das harun sein gel in so einen Mist verballert anstatt in Kalaschnkiows...

Anonymous said...

An Islamwissenschaftler, die sich mit dem Stuss beschäftigen versendet er keine Exemplare. Das Seminar für Arabistik Göttingen würde sich freuen.

M. Riexinger