15 September 2007

Kreationisten-Suspensorium.

Schützt die zur Aufrechterhaltung der Art notwendigen Teile.

Könnte es sein, dass der eine oder andere IDler/Kreationist bei diesem Angebot schon zugeschlagen hat?

Schönes Wochenende,
JLT










[Bild-Quelle: Pooflinger's Anonymous]

8 Kommentare:

Anonymous said...

Man was ein Brüller, ich krieg mich ja gaaaaaaaaarnimmer ein :P

Vadim said...

Na sowas braucht wohl kein echter Kreationist:)
Schließlich versetzt Glauben Berge. Und in diesem Falle eben der Berg von "Evidence". Man muss halt nur fest genug glauben.

Anonymous said...

Dieses Bild passt eher auf Darwinisten die auf einen blinden Uhrmacher vertrauen. Außerdem sind es Darwinisten die vornherein mit ihrer "alles erklärenden Wissenschaftsdefinition" Resultate ausschließen welche sie gar nicht belegen können.
Treffend sagte ein sehr weiser Mann:" Kann ein Blinder einen Blinden leiten?"

Anonymous said...

"Außerdem sind es Darwinisten die vornherein mit ihrer "alles erklärenden Wissenschaftsdefinition"...."
- eine "alles erklärende Wissenschaftsdefinition" - wie kommst du auf so einen Unsinn ?? (kleiner Tipp: Definition erklären prinzipiell gar nichts.... und Universalerklärungen ("alles erklärenden") gibt es in keiner Wissenschaft)

"...Resultate ausschließen welche sie gar nicht belegen können."
- Wir können Götter, Geister und Elfen nicht belegen - und weil wir sie nicht belegen können dürfen wir sie als Resultat nicht ausschliessen ? Tolle Logik - sowas kann echt nur von einem Kreationisten kommen ;-)

"Treffend sagte ein sehr weiser Mann:" Kann ein Blinder einen Blinden leiten?""
- Zu was für tollen Schlussfolgerungen man kommt wenn man an die geistigen Ergüsse diesen "weisen Mannes" glaubt sieht man ja an deinem Kommentar...

Michael Blume said...

Hallo Sabine,

Du weißt ja, dass ich der Auffassung bin, dass sich SOWOHL Kreationisten wie Ultradarwinisten der Scheuklappen bedienen, wenn sie ihre jeweiligen "absoluten Wahrheiten" schein-wissenschaftlich legitimieren.

In diesen Tagen hat mich dazu ein Buch von Francis Collins, gläubiger Christ und gleichzeitig Leiter des Humane Genome Project, sehr fasziniert. Er setzt sich sowohl mit Ultradarwinisten wie Dawkins wie auch mit ID-Vertretern wie Behe und Dembsky kritisch auseinander. In seinem Konzept eines evolutionären Theismus finde ich mich weitgehend wieder.

Eine Rezension seines neuen Buches hier:

http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4282763/

Wirklich, Collins ist echt lesenswert und vielleicht für eine Blog-Rezi unter Genetikern interessant?

Herzliche Grüße aus Schwaben!

Michael

MRS said...

Tach allerseits,

ich misch mich hier mal ein.

Die theistische Position ist ein Versuch religiöse Überzeugungen mit der wissenschaftlichen Realität in Einklang zu bringen. Sie ist aber keine wissenschaftliche Position, da sie teleologisch ist, die Naturwissenschaften sind aber nicht teleologisch sondern kausal.

Ich finde es auch irgendwie nicht wirklich angebracht, Dawkins als "Ultradarwinisten" zu bezeichnen. Erstens ist der Begriff Darwinismus nicht unbedingt wertfrei, sonder eher negativ besetzt. Zweitens stellt sich natürlich auch die Frage, warum Dawkins nicht nur Darwinist sein soll, sondern ein Ultradarwinist.

Als Darwinist (ohne den faden Beigeschmack des Sozialdarwinismus)nimmt man, dass die Evolution nicht teleologisch ist (der Mensch ist nicht die Krone der Evolution, sondern nur ein Intermediat), ausgedehnt auf weitere Naturwissenschaften führt dies zu einem universellen Darwinismus: Es gibt in der Natur kein Ziel, das erreicht werden will.

Ein Atheist hat vermutlich immer ein Problem mit teleologischen Positionen, da diese ja ein steuerndes Prinzip vorraussetzt.

Die Frage, die sich mir jetzt noch stellt, ist:
Wo oder wann setzen sich "Darwinisten" Scheuklappen auf? Welchen Teil der Realität, der objektiv erfassbaren Natur, weigern sie sich wahrzunehmen?

(auf deinem Blog schreibst du, dass im Human-Genom-Projekt EIN menschliches Genom entschlüsselt und publiziert wurde. Im HGP wurden mehrere Genom analysiert und dann zusammengefügt. Craig Venter ist der erste Mensch, der sein Genom vollständig sequenziert und publiziert hat.)

MRS said...

Upps,

"Die theistische Position" gemeint ist natürlich "Die theistische Evolution"

JLT said...

@ Michael und MRS:

Ich habe in beiden Fällen ein Problem mit "Grenzüberschreitungen". Collins Position ist in meinen Augen genauso nicht-wissenschaftlich, wie es die Position von Atheisten ist, die aus der Evolution schließen, es gäbe keinen Gott oder allgemeiner, es gäbe insgesamt kein teleologisches Prinzip. Auch, wenn letzteres meiner Meinung entspricht, und ich auch keine Hinweise auf ein richtendes Prinzip sehe, ist ein solcher Schluss wissenschaftlich genauso wenig haltbar wie der "umgekehrte" Schluss, den Collins zieht, auch wenn beide Positionen möglicherweise im Einklang mit den wissenschaftlichen Fakten stehen.

Trotzdem ist mir das allemal lieber, als die Position von Kreationisten und IDlern, die nicht von den wissenschaftlichen Daten ausgehen und daraus ihre Schlüsse ziehen, sondern umgekehrt ihre Schlüsse sozusagen schon gezogen haben, und die wissenschaftlichen Daten daran anpassen wollen. Von daher finde ich das Bild in meinem OP sehr passend - dieser "Anpassungsprozess" beinhaltet in der Regel auch, dass unliebsame Fakten ignoriert werden.

MfG,
JLT