30 July 2008

Mustererkennung.


Gab es nicht auch mal eine Pizza, die wie die Jungfrau Maria ausgesehen haben soll?

MfG,
JLT


[Quelle: Indexed]

14 Kommentare:

krypter said...

"Gab es nicht auch mal eine Pizza, die wie die Jungfrau Maria ausgesehen haben soll?"

AFAIK bevorzugt sie Käsebrote.

Gruß

krypter

JLT said...

@ Krypter:
Richtig, das war ja JM. Konnte mich noch an das Käsebrot erinnern, hatte wegen der indexed-Karte aber angenommen, es wäre Jesus gewesen ("grilled cheese").
Der wurde dafür neulich in Eiscreme gesehen - und Allahschriftzeichen auf gebratenem Fleisch...

JLT said...

Ha, gerade wurde Jesus auch auf einer KATZE gesehen! Großartig.

Andreas Kyriacou said...

@jlt:
Zum Glück waren das keine Allah-Schriftzeichen auf der Eiscreme. Das gibt bekanntlich Ärger.

Po8 said...

Naja.. manchen ist ja auch wirklich nichts zu blöd, ob Katzenarsch oder Borkenkäfer. Was muss das eigentlich für ein ohnmächtiger Gott sein, der fast schon auf mikroskopischer Ebene seine "Wunder" vollbringt... Auf der anderen Seite muss sich der Geist dann auch auf dem selben Level befinden, so man solche akzeptiert...

Lars Dietz said...

Nichts religiöses, trotzdem Pareidolie: Mikroskopische Minimenschen in japanischen Silurgesteinen!

JLT said...

Großartig, die Minimenschen.
Ähnlich fantasievoll in der "Beurteilung" von "Fossilfunden": Der Kerl in diesem YouTube-Video über Fossil-"Reptoids"...

Sven said...

Mit meiner Mustererkennung ist es wohl nicht weit her, ich hab` `ne halbe Ewigkeit vertan bis zur Erkenntnis.
Und Dank an Lars, wieder mal `n Fremdwort gugeln müssen, was ich eh wieder vergesse.

lars dietz said...

Danke, das Video kannte ich bisher noch nicht. Es scheint wohl eine ganze Menge Leute zu geben, die in ihrem Garten ungewöhnlich geformte Steine finden und sich durch nichts davon abbringen lassen, dass das sensationelle neue Fossilfunde sind. Ed "Man as Old as Coal" Conrad hat ja überall seinen Spam dazu verbreitet.
Kennst du übrigens den Essay "Der verrückte alte Randolph Kirkpatrick" von S. J. Gould (abgedruckt in "Der Daumen des Pandas")? Kirkpatrick war ein bedeutender Paläontologe, bis er plötzlich anfing, in sämtlichen Gesteinen Schalen von Nummuliten zu sehen. Also entwickelte er eine "Theorie", wonach die ganze Erde aus Nummuliten aufgebaut ist.

Andreas Kyriacou said...

@Lars
Wunderschönes Beispiel für die Zweischneidigkeit eines ausgeprägten Assoziationsvermögens, hab's - Amazons 'search inside' sei Dank - eben bei Gould nachgelesen. (Würde wunderbar zu meinem schon lange geplanten Apophenia-Blog passen.)

Wäre spannend zu wissen, ob Kirkpatrick nur beim Untersuchen von Gesteinen die Fantasie durchging oder ob er wie August Strindberg auch in Wolkenbildern, auf dem Boden liegenden Zweigen und dergleichen Muster zu erkennen glaubte. Bei letzterem waren Genie und Wahnsinn kaum mehr voneinander zu trennen.

lars dietz said...

Andreas:
Kirkpatrick glaubte auch beim Untersuchen von Zellen solche Spiralmuster zu erkennen. Falls du interessiert bist: Die dritte Auflage von seinem Buch gibt es hier online.

Andreas Kyriacou said...

@Lars
Danke für den Link, super! Meine Frage bezog sich allerdings eher auf sein Alltagsleben. Strindberg - um noch einmal auf diesen Vergleich zurück zu kommen - fand an ihn gerichtete Botschaften in Zweigen am Wegesrand, Steinen, Wolkenbildern. Er brauchte diese, davon war er überzeugt, bloss richtig zu deuten - ein typisches Indiz für eine paranoide Schizophrenie.

Ich schau mal, ob Kirkpatrick auch von derlei Erlebnissen erzählt oder ob sich sein Hang zum Begehen von Typ 1-Fehlern auf die für ihn interessanten Forschungsfragen beschränkte.

Lars Dietz said...

Soweit ich weiß, beschränkte sich das bei Kirkpatrick auf die von ihm mikroskopisch untersuchten Objekte. Im Alltagsleben hatte er solche Erlebnisse wohl nicht, zumindest noch nicht, als er sein Buch geschrieben hat.
Von Strindberg weiß ich nicht viel, werde mal versuchen, etwas über ihn nachzulesen. Hat er sich nicht auch mit Alchemie, Okkultismus usw. beschäftigt?

Andreas Kyriacou said...

@Lars
Ja, von ihm stammt das «Okkulte Tagebuch». Darin beschreibt er - um wenigstens halbwegs auf JLTs Thread-Thema zurück zu kommen - unter anderem, wie er beim Betrachten einer Walnuss unter dem Mikroskop winzige betende Hände entdeckt.

Strindberg hat etliche der esoterischen Modeerscheinungen seiner Zeit mitgemacht, so ging er beispielsweise mit der Fotokamera auf Geisterjagd.