30 March 2008

Das ist abgefahren.



Der Skeptiker in mir fragt sich natürlich, wieviel Training daran beteiligt ist, wenn ein Elefant einen Elefanten malt. Auch wenn sich Elefanten im Spiegel erkennen können, was ein Ich-Bewusstsein impliziert, erfordert das Zeichnen einer Umrisszeichnung eines Elefanten doch schon eine gewisse Fähigkeit zur Abstraktion, so dass ich mich frage, ob der Elefant wirklich "weiß", was er da malt. Auf der anderen Seite wüsste ich wieder nicht, wie man einem Tier beibringen sollte, einen Elefanten zu malen, wenn es nicht eine gewisse Vorstellung davon hat, wie das Endergebnis aussehen soll.
In jedem Fall bewundere ich aber die Technik. Ich könnte keinen Elefanten mit meiner Nase malen...

MfG,
JLT

[via Tiny Frog]

8 Kommentare:

Mark said...

Wobei man immer nur den Rüssel sieht und, wenn man gegen Ende genau hinschaut, da offenbar der Trainer neben dem Elefanten steht. Dann ist das glaube ich nur eine Sache des gut getimten Hinweisgebens von Seiten des Trainers.

Eine nette Idee ist es aber durchaus.

kamenin said...

Mal abgesehen davon, dass die Sache mit der Blume im Rüssel wohl auch nicht die Idee des Elefanten gewesen sein wird, und wie der zu derselben Stilisierung von Blumen kommen würde, wie wir sie Kindern beibringen: Ziemlich sicher antrainiert. Was an sich ja schon beeindruckend genug ist.

Außerdem, warum sollte ein Elefant von sich aus sowas langweiliges zeichnen, wenn er das Bild als Elefanten erkennen könnte? Elefantenporn, okay -- dann würd ich's glauben.
Nur das lässt sich halt nicht so gut an Touristen verkaufen.

JLT said...

Die Idee mit der Blume zum Schluss fand ich auch enttäuschend.

Aber apropos Elefantenporn:
Es ist irgendwie deprimierend, dass ich wegen eines uralten Posts mit dem Titel Panda-Porno, Katzen-Kamasutra, Elefanten-Erotik (ja, ja ich weiß...), wenn man alle Google-Suchbegriffe zusammennimmt, die meisten Google-Hits bekomme.
Die Suche nach Elefanten porno ist Nr. 15, die nach Elefant porn Nr. 26 der häufigsten Suchbegriffe. Das entsprechende Post ist damit das am zweithäufigsten aufgerufene...

Ich frage mich allerdings, was wollen die Leute eigentlich finden, wenn sie Elefanten Porno suchen? Und warum, wenn es auch nur annähernd in die Richtung geht, die ich mir versuche, nicht vorzustellen, klicken sie dann trotzdem auf den Link zu meinem Blog?

Fragen über Fragen.

Nur der Vollständigkeit halber: Ich hab natürlich auch noch ein paar andere Klassiker in meiner Google-Suchbegriff-Hitliste:

sun porno #6
kamasutra porn #8
kamasutra porno #10
sun porn #13
elefant porno #15
porno sun #19
elefant porn #26
etc.

kamenin said...

Die suchen natürlich nach dem bekannten Musikvideo "Elefanten Porno" von SodoMiansE, nach was denn sonnst?
Aus meiner All-Time-Summation:

sex spile #2
sex spiele #3
porno #6
tiersex #7
sex mit tieren #9
tier sex #14
spele sex #27

Macht überschlagsweise nur etwa 5% meiner täglichen Besucher aus. Ob irgendjemand mal an sowas abstruses wie Demokratie gedacht hätte, wenn er seine Google-Ergebnisse hätte durchsehen können, bleibt trotzdem dahingestellt.

"tiersex" kam übrigens nicht mal im Titel vor und war ein Artikel über evolutionär schwierig zu erklärende Balzrituale bei Urwaldvögeln. Der erste Link zu meinem Blog erscheint auf Google-Seite 55... Eine gewisse Ausdauer kann man den Suchern also nicht abstreiten. (Mit "sex spile" habe ich es tatsächlich auf die 1. Google-Seite geschafft, ohne je das "Wort" "Spile" auf meinem Blog verwandt zu haben).

JLT said...

Spile, wie ich gerade herausgefunden habe, ist Englisch für "etwas anzapfen". Ich hoffe, es ist wirklich nur ein Tippfehler ;-)

Mark said...

Zur weiteren Verwirrung, ohne weiteren Kommentar:

"wissenschaft wahrheit lustig alkohol"
"vegetarier in der cdu"
"geile party sprüche"
"tiernamen mit luxus"

Monika Armand said...

Interessant, aber wenn ich mich in den Elefanten hinein versetze, dann grenzt das schon an Tierquälerei. Eine solche Nummer braucht ewig, bis der Elefant sie gelernt hat. So etwas wird nur für rein kommerzielle Zwecke gemacht. Spass hat er nur, weil er das mit zig-Belohnungen gelernt hat und es nur wieder tut um wieder eine neue Belohnung zu bekommen.
Das ist operantes Konditionieren pur..man nennt so was bei Tieren auch Dressur ;-)

Wer noch nicht genug hat, ich habe auf meinem Psychologieblog einen rockenden "Haubenkakadu", einen Golf spielenden Papagei, ein sprechender und puzzelnder Papagei, mitsamt den lernpsychologischen Hintergründen.
Das einzige Tier, welches ohne Dressur ein "Kunststück" zeigt, ist die Taube, welche ein Holzklötzchen nutzt, damit sie an ihr Futter kommt:
Psychologie

**** said...

Elefanten werden auf perverseste Art dazu dressiert, solche "Kunststücke" zu zeichnen. Der Trainer steht auf der dem Publikum abgewandten Seite und "lenkt" den Elefant, dessen Wille vorher über Jahre hinweg gebrochen wurde.