28 July 2007

Wie man Robotern das Laufen beibringt.

In PLoS Computational Biology ist ein neuer Artikel zu dem Thema erschienen: Manoonpong et al., Adaptive, Fast Walking in a Biped Robot under Neuronal Control and Learning. PLoS Comput Biol 3(7): e134 (OpenAccess).
Die Autoren haben einen zweibeinigen Laufroboter ("RunBot") entwickelt, der bis zu einem gewissen Grad lernen kann, seine Bewegungen beim Gehen an verschiedene Untergründe anzupassen. Der Aufbau des Steuerungsprogramms ist an die neuronale "Steuerung" des Gehens beim Menschen angelehnt (insoweit, wie man diese kennt). Der Roboter ist in der Laufebene völlig frei beweglich, kann aber nicht zur Seite fallen.

Falls Ihr Euch jetzt fragt, was das mit Evolution zu tun hat - nichts, so viel ich weiß. Aber sie haben zwei nette Videos online (Video 1, Video 2), die den Roboter in Aktion zeigen, die wollte ich Euch nicht vorenthalten.

MfG,
JLT


[via Weisslog]

5 Kommentare:

Anonymous said...

Als jemand der selbst Software zur Robotersteuerung programmiert, hat es für mich im gewissen Sinn doch etwas mit Evolution zu tun. Denn wenn man sieht wie viel Design-, Konstruktions- und Programmierarbeit selbst im primitivsten Roboter steckt, der wird sich so leicht nicht davon überzeugen lassen, dass dann ein so intelligent programmierter "Roboter" ein Zufallsprodukt ist. Das widerstrebt der Erfahrung.

JLT said...

"...Zufallsprodukt..."

Wrong input. Please try again.

JLT said...

"Das widerstrebt der Erfahrung."

Übersetzung: Du kannst es Dir nicht vorstellen.

Das ist zwar schade, aber recht irrelevant. Genau deshalb gibt es ja Forschung und Wissenschaft, um Ergebnisse zu erhalten, die *nicht* von der persönlichen Erfahrung, Meinung oder Fantasie (oder Mangel derselben) Einzelner abhängt.

Anonymous said...

Nein das Widerstrebt der allgemeinen Erfahrung, genau wie ich es geschrieben habe. Niemand wird vermuten, dass sich Robotersteuersoftware zufällig bildet, wenn ein Programm wild Buchstaben aneinanderfügt und bekannte Schlüsselwört positiv selektiert, bzw. Konstrukte mit korrekter Syntax erhält. Genausowenig kann man dann logisch erwarten, dass dies mit Baseketten passiert, welche die Motorik für die zweibeinige Fortbewegung codieren. Und ja ich weiß, dass der Evolutionist widerspricht, dass seine Theorie "zufällig" ist, aber das ist Wortklauberei sich an der Formulierung "Zufallsprodukt" aufzuhängen, denn "gerichtet" oder gar "gesteuert" darf ja die Evolution auch nicht sein.

Christian R. said...

Vielleicht würde es helfen, sich endlich von einer zweifelhaften Analogie zu trennen. Lebewesen sind eben keine Artefakte.