10 February 2008

Sind meine Posts zu lang?

Über den Fisch-Blog bin ich auf diese Fragestellung gestoßen: 'Was erwarten Sie von einem Wissenschaftsblog?'. Die einzelnen Punkte, die angesprochen werden, sind:
A) Für welches Publikum sollten Wissenschaftsblogs schreiben?
B) Wie sollten Inhalte in Wissenschaftsblogs präsentiert werden?
C) Wo sehen Sie, siehst Du die Grenze zwischen wissenschaftlichem "Populärjournalismus" und "echtem" Wissenschaftsjournalismus?
Prinzipiell interessieren mich die Antworten darauf nicht so sehr, jedenfalls nicht in dem Sinne, dass ich entsprechend der Antworten meinen (Schreib-) Stil oder die Themen ändern würde - schließlich stelle ich hier kein Produkt her, dass ich einer möglichst breiten Masse mundgerecht machen möchte.


Ich blogge über Themen, die mich interessieren und wenn ich über einen wissenschaftlichen Artikel blogge, dann versuche ich deutlich zu machen, *warum* er mich interessiert und wie er mit dem übergeordneten Themengebiet zusammenhängt, dem dieser Blog gewidmet ist. Ich hoffe natürlich, dass ich durch meine Darstellung auch andere Menschen für den Artikelinhalt interessieren kann (und ich versuche, mich möglichst allgemeinverständlich auszudrücken, obwohl das vielleicht nicht immer und für jeden klar ersichtlich ist...) - mir ist aber auch bewusst, dass es notwendigerweise nur ein winziger Prozentsatz ist, der sich tatsächlich dafür interessiert, völlig egal, wie ich es darstelle. Anders gesagt, wenn ich eine höhere Leserzahl anstrebte, würde ich über ganz andere Themen bloggen - nur, warum sollte ich? Ich werde nicht für's Bloggen bezahlt, ich mache das hier neben meiner Arbeit, als Freizeitbeschäftigung. Warum sollte ich mich in meiner Freizeit mit Themen beschäftigen, die mich nicht oder weniger interessieren, wenn der einzige Unterschied der wäre, dass ich einmal in der Woche von Sitemeter eine Statistik mit dann höheren Zahlen bekäme?

Tatsächlich denke ich, dass die meisten Wissenschaflter (nur) über das Bloggen, was sie interessiert und dieses Interessen ihren Lesern vermitteln möchten - entweder indem sie interessante neue Forschung aus dem Gebiet vorstellen oder sonstwie "aus dem Nähkästchen plaudern". In den meisten Themengebieten außer seinem eigenen ist ein Wissenschaftler Laie wie jeder andere auch, vielleicht höchstens mit dem Unterschied, dass er den "Wissenschaftssprech" eher interpretieren kann. Wer sich also allgemein für Wissenschaft interessiert, ist wahrscheinlich besser bei einem populärwissenschaftlichen Magazin aufgehoben. Da arbeiten Leute, die dafür bezahlt werden, sich den ganzen Tag mit "Neuem aus den Wissenschaften" zu beschäftigen und das für eine möglichst breite Maße aufzubereiten (und manchmal machen sie dafür einen erstaunlich schlechten Job - ganz am unteren Spektrum und eher außer Konkurrenz, aber immer noch meine "Lieblingsschlagzeile" zu einem wissenschaftlichen Thema: Nachdem Forscher in Tomaten ein Gen manipuliert hatten, das den Reifungsprozeß beeinflusst, so dass die Tomaten nicht so schnell matschig werden, titelte die BILD "Jetzt auch Gene in Tomaten". Genau, vorher sind die Tomaten ganz ohne Gene ausgekommen.... Der Rest des "Artikels" hat diesen Irrtum auch nicht aufgeklärt).

Warum ich trotzdem auf diese Fragestellung verlinke, ist, weil ich in einem Kommentar (der allerdings auf dem Fisch-Blog steht) das folgende las:
Ich möchte Sachverhalte so erklärt bekommen, [...] dass ich sie weitestgehend nachvollziehen kann ohne über eine entsprechende Ausbildung in dem Fachbereich zu verfügen. Dabei hätte ich auch noch gerne eine grobe Dreiteilung in:
Was sind unbestrittene Fakten, was sind Indizien für Pro und was spricht eventuell für contra. Persönliche Meinungen des Autors hätte ich gerne gekennzeichnet bzw. es soll deutlich werden wenn etwas „Meinung“ ist.
In einem andere Kommentar (diesmal zu dem Post in dem die obigen Fragen gestellt wurden) stand dann noch dies:
Ich erwarte als Nichtwissenschaftler erstmal, daß ich verstehen kann, was mir der Wissenschaftler sagen will. Also: kein Spezialisten- und kein "Denglisch"-kauderwelsch :-)
Ich versuche, wenn ich über einen wissenschaftlichen Artikel blogge, möglichst persönliche Meinungen herauszuhalten, bzw. an den Anfang oder das Ende meines Posts zu stellen, so dass auch klar ist, was meine "Hinzufügungen" oder Interpretationen sind und was tatsächlich in dem Artikel steht.

Außerdem versuche ich, das notwendige Hintergrundwissen zu vermitteln und Fachausdrücke nach Möglichkeit einzuführen - was das "Denglisch" angeht: Das Problem ist, wenigstens in meinem Fach, dass die Fachliteratur Englisch ist und auch Konferenzen ausschließlich auf Englisch stattfinden. D. h. es *gibt* gar keine deutschen Entsprechungen, bzw. ich müsste meine eigenen Übersetzungen "erfinden" - damit wird es aber für Leser sehr schwierig, wenn sie sich noch weitergehend informieren wollen, denn nur mit dem richtigen Fachwort findet man weitere Informationen dazu. Ich bemühe mich, das Englische auf die Fachwörter zu begrenzen und möglichst kein "Denglisch" zu verwenden - wie konsequent ich dabei bin, überlasse ich mal Eurem Urteil.

Womit ich immer ein bisschen Probleme habe, ist abzuschätzen, wie viel Hintergrundwissen ich voraussetzen kann. Einerseits kann (und will) ich nicht einen guten Bio-Unterricht ersetzen und bei einigen Dingen gibt es so gute Hintergrundinformationen im Netz, da muss ich meiner Meinung nach das Rad nicht neu erfinden. Auf der anderen Seite beschäftige ich mich tagtäglich mit biologischen Fragestellungen und weiß gar nicht mehr, was noch Allgemeinwissen ist und wo das Spezialwissen anfängt. Manchmal habe ich den Eindruck, ich reite auf Kleinigkeiten rum, die soundso jeder weiß, dann wiederum frage ich mich, ob überhaupt irgendein Nicht-Biologe auch nur ansatzweise verstehen kann, was ich da gerade zusammengeschrieben habe. Da es auch nur sehr selten Kommentare zu den "wissenschaftlichen" Posts gibt, ist es schwierig für mich, da zu irgendeinem Schluss zu kommen.

Was ich also eigentlich von Euch wissen möchte (um mal zum Punkt zu kommen): Sollte ich mehr erklären? Weniger? Verständlicher? Muss ich meine Meinung/Interpretationen etc. von dem Inhalt des jeweils besprochenen Artikels noch deutlicher absetzen? Lest Ihr die wissenschaftlichen Posts überhaupt (vielleicht besser nicht hierauf antworten, es könnte mich deprimieren)?

MfG,
JLT



P.S.: Ich werde mich jetzt mal daran machen, mein neues Layout zu implementierten - Daumen drücken, nach vorne lehnen, Augen schließen, das Atmen nicht vergessen. Für eventuelle Unannehmlichkeiten bin ich voll verantwortlich und ich entschuldige mich jetzt schon dafür. Sollte morgen Evil under the sun nicht mehr existieren, habe ich den Blog aus Frustration gelöscht, oder der Schaden war irreparabel....

Noch'n P.S.: Da habe ich doch glatt vergessen, dem Ganzen einen Titel zu geben... Habe ich jetzt nachgeholt. Was die Länge meiner Posts angeht: Ich gebe mir Mühe, sie kurz zu halten, ganz ehrlich! Klappt nur nicht immer so.

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Update 15.02.08

Und noch ein paar Links zu anderen Posts, die sich mit der Frage beschäftigen:

Tiefes Leben: 'Wissenschaftsblogging'

Neurons: 'Was macht gutes Wissenschaftsblogging aus?'
Astrodicticum simplex: 'Was macht gutes Wissenschaftsblogging aus?'

12 Kommentare:

skepticashell said...

Für den nicht-Biologen könnte es in der Tat hin und wieder mal so sein, dass deine Beiträge nicht sofort verständlich sind.
Da ich selbst als Bio-Student noch am Anfang meiner molekularbiologischen Ausbildung stehe, muss auch ich manchmal schnell Google zu Rate ziehen oder einen Abschnitt zweimal lesen.
Ich finde aber: Das geht schon in Ordnung. Eins der Hauptprobleme bei den Populärwissenschaftlichen- oder Massenmedien ist doch, dass die alles dermaßen vereinfachen wollen, dass entweder die Kernaussage untergeht oder die Aussagen sachlich falsch werden. (Die Natur ist eben nicht einfach sondern komplex)

Problematisch könnte durchaus sein, dass viele Quellen nunmal englisch sind und somit nicht jedem direkt zugänglich (vom Verständnis her) sind. Das lässt sich aber kaum vermeiden.

Ich finds also ok.

Fischer said...

Ich persönlich hätt gern mehr Meinung in Berichten über Papers. Die Länge der Texte gefällt mir gut, kürzer sollten sie nicht sein. Hit-and-run-posts les ich ehn nicht.

JLT said...

Danke für Eure Kommentare.

@ skepticashell:

Vielleicht werde ich mehr auf meiner Meinung nach gute Hintergrundinformationen verlinken, dass würde wenigstens das Googeln ersparen. Leider sind auch da die besten Quellen meist Englisch.
Was das Englische angeht: Bei Artikeln, wenn ich ein Zitat bringe, versuche ich in der Regel, den Inhalt des Zitats auf Deutsch wiederzugeben, so dass man, selbst wenn man das Zitat selbst nicht versteht, eine Ahnung hat, was darinsteht. Vielleicht sollte ich das auch noch etwas ausführlicher tun.

@Fischer:
Was das Einbringen von Meinungen bei der Besprechung von Artikeln angeht, bin ich etwas Hin- und Hergerissen. Einerseits will ich natürlich auch anbringen, was der Artikel meiner Meinung nach bedeutet, wo er gut ist (oder auch Schwachstellen hat). Andererseits möchte ich aber manchmal auch, dass die vorgestellten Daten für sich alleine sprechen bzw. ich möchte Kritikern von Evolution/Evolutionstheorie keinen Ansatzpunkt geben, durch den sie von dem Inhalt des Artikels ablenken können.

Wenn's Dich interessiert, kannst Du Dir mal dies hier anschauen. Evolution & Schöpfung hat da auf eine Artikelbesprechung von mir reagiert und sie schaffen es wirklich, weder in dem Post von ihnen, noch in den Kommentaren dazu auch nur mit einem Wort auf den Inhalt des vorgestellten Artikels zu reagieren.

Von daher versuche ich im Allgemeinen, wissenschaftliche Artikel so sachlich wie möglich zu besprechen und meine persönliche Meinung herauszuhalten bzw. klar von der Artikelbesprechung abzugrenzen, auch wenn die Posts dadurch weniger "mitreißend" werden als sie sein könnten.

MfG,
JLT

JLT said...

Ach ja, das Post, in dem ich den Artikel bespreche, gibt es hier und meine Reaktion auf das E&S Post ist hier.

Monika Armand said...

"Womit ich immer ein bisschen Probleme habe, ist abzuschätzen, wie viel Hintergrundwissen ich voraussetzen kann. Einerseits kann (und will) ich nicht einen guten Bio-Unterricht ersetzen und bei einigen Dingen gibt es so gute Hintergrundinformationen im Netz, da muss ich meiner Meinung nach das Rad nicht neu erfinden. Auf der anderen Seite beschäftige ich mich tagtäglich mit biologischen Fragestellungen und weiß gar nicht mehr, was noch Allgemeinwissen ist und wo das Spezialwissen anfängt. Manchmal habe ich den Eindruck, ich reite auf Kleinigkeiten rum, die soundso jeder weiß, dann wiederum frage ich mich, ob überhaupt irgendein Nicht-Biologe auch nur ansatzweise verstehen kann, was ich da gerade zusammengeschrieben habe. Da es auch nur sehr selten Kommentare zu den "wissenschaftlichen" Posts gibt, ist es schwierig für mich, da zu irgendeinem Schluss zu kommen."

Du sprichst mir aus dem Herzen. Das Problem habe ich auch, nur eben in einem anderen Wissenschaftsbereich ;-)) Ein Stück weit sind unsere Herkunftswissenschaften selbst schuld, man hat ja für jedes - auch alltägliche Ding - einen Fachbegriff geschaffen, den definiert und dann als allgemeingültig in der Science Community (=Wissenschaftsgemeinschaft) vorausgesetzt. Wenn wir dann möglichst für jeden verständlich schreiben wollen, hat man die Möglichkeit Fußnoten ohne Ende, oder "Übersetzungen" in Klammern anzubringen. Oft nicht so recht befriedigend.

Dann ist es sehr schade, dass Leser, welche das verwendete "wissdenglisch" nicht verstehen, einfach mal nachfragen. Als Schreiberling hätte man mit der Zeit ausreichend Rückmeldungen um eher auf unsere Leser "zugeschnitten" posten zu können. Beim nächsten Post werde ich mal versuchen, im letzten Absatz um diese Rückmeldung zu bitten...

Bezüglich Deiner Feststellung, man könne ja soviel Infos noch im www finden und man will dann nicht alles davon im eigenen Post "aufbrühen" habe ich für mich festgestellt, dass man als Laie in einem Wissenschaftsgebiet doch eher dankbar ist, wenn "Grundlagen" im Post erklärt werden, da man doch nicht erst damit "googlen" geht....

Eine andere Überlegung ist die, dass man vielleicht (wie in der Nähzeitschrift "Burda") Schwierigkeitsgrade kennzeichnet. Nach dem Motto: Artikel für "Anfänger", "Fortgeschrittene", "Profis" ;-))
Monika

JLT said...

Hallo Monika,

"Dann ist es sehr schade, dass Leser, welche das verwendete "wissdenglisch" nicht verstehen, einfach mal nachfragen. Als Schreiberling hätte man mit der Zeit ausreichend Rückmeldungen um eher auf unsere Leser "zugeschnitten" posten zu können. Beim nächsten Post werde ich mal versuchen, im letzten Absatz um diese Rückmeldung zu bitten...
"


Viel Erfolg ;-)

Ich habe auch schon überlegt (auch im Hinblick auf das, was Du im nächsten Absatz über die Google-"Faulheit" schreibst), ob ich nicht eine Art Glossar anlegen sollte, in denen ein paar Grundbegriffe und/oder Fachwörter erklärt sind und das ich - wenn nötig - mit jedem neuen Post um die entsprechenden Begriffe erweitere und evt. eine ausführlichere Internet-Referenz angebe.

Aber ich bin mir nicht sicher, wie durchführbar das ist, ganz abgesehen von der zusätzlichen Arbeit, die es wenigstens am Anfang bedeuten würde.

"Eine andere Überlegung ist die, dass man vielleicht (wie in der Nähzeitschrift "Burda") Schwierigkeitsgrade kennzeichnet. Nach dem Motto: Artikel für "Anfänger", "Fortgeschrittene", "Profis" ;-))"

Heh. Wenn ich das so einschätzen könnte, wäre ich wahrscheinlich besser im Verfassen von verständlichen Texten...
Als Beispiel: Ich hatte neulich die Aminosäuresequenz eines Proteins gepostet. Die in Proteinen vorkommenden Aminosäuren werden entweder mit drei Buchstaben abgekürzt, es gibt aber auch (definierte) Ein-Buchstaben-Abkürzungen, die ich für das Posten der AS-Sequenz verwendet habe. Der Witz war eigentlich, dass ein Teil dieser Sequenz das Wort "DESIGN" ergab, wobei jeder Buchstabe für eine Aminosäure des Proteins stand - dann kam diese Nachfrage (für die ich sehr dankbar war):

"Aber vielleicht kann mir jemand mal Folgendes erklären: Wie erhält man aus einer Nucleotidbasensequenz (z.B. ATAGGC...) oder aus eine Aminosäuresequenz (z.B. Ala-Gly-His...) eigentlich das Wort "DESIGN"?"

Auf die Idee, die Ein-Buchstaben-Abkürzungen der AS erklären zu müssen, bin ich einfach nicht gekommen. Das hatte ich (u. a.) im Hinterkopf, als ich in diesem Post schrieb, ich wüsste manchmal nicht, was noch Allgemeinwissen ist und wo das Spezialwissen anfinge. Mir ist das so in Fleisch und Blut übergegangen, dass ich es als Allgemeinwissen eingestuft hatte (jetzt, da ich dies schreibe, kommt mir das allerdings selbst etwas abwegig vor...).

Vielleicht sollte ich gleich alles als "Profi" einstufen, das erleichtert möglicherweise auch das Nachfragen. Wenn klar ist, dass die beschriebenen Sachverhalte schon fortgeschrittenes Wissen/Verständnis erfordern, fällt dem einen oder anderen möglicherweise auch das Nachfragen leichter.

Schöne Grüße,
JLT

florian said...

"was das "Denglisch" angeht: Das Problem ist, wenigstens in meinem Fach, dass die Fachliteratur Englisch ist und auch Konferenzen ausschließlich auf Englisch stattfinden. D. h. es *gibt* gar keine deutschen Entsprechungen, bzw. ich müsste meine eigenen Übersetzungen "erfinden"

Dieses Problem kenne ich selbst auch gut. In meinem Fach - Astronomie - existieren ebenfalls viele Wörter einfach nicht auf Deutsch. Ich musste einmal einen Projektantrag auf Deutsch verfassen - und habe dabei festgestellt, das es mir wahnsinnig schwer fällt, meine Ideen vernünftig zu formulieren - obwohl ich das auf englisch vorher schon dutzende Male getan habe...
Erschwerend kommt hinzu, das englisch einfach eine kompaktere Sprache ist als Deutsch. Für manche Dinge, die in Englisch einfach und übersichtlich zu formulieren sind, muss man auf Deutsch lange Schachtelsätze schreiben bzw. gleich einen ganzen Absatz. Wenn ich Fachthemen auf Deutsch verständlich zu vermitteln versuche, dann muss ich quasi das ganze Problem nochmal von vorne auf Deutsch durchdenken, sonst kommt nur Blödsinn raus... ;)

(Ich hatte ursprünglich sogar überlegt, mein Blog überhaupt auf englisch zu schreiben - aber mich dann doch für Deutsch entschieden)

JLT said...

"Für manche Dinge, die in Englisch einfach und übersichtlich zu formulieren sind, muss man auf Deutsch lange Schachtelsätze schreiben bzw. gleich einen ganzen Absatz."

Wie wahr.

Monika Armand said...

@ JLT
Ja, im Großen und Ganzen ist Dein Blog für Profis oder eben Biologen ;-)). Ich bin da als Geisteswissenschaftlerin, auch mit neurophysiologischen + dafür notwendigen biologischen Kenntnissen hoffnungslos überfordert. Vielleicht sollte man die Entscheidung, welche Art Blog man macht, den Aufwand und die eigene Neigung in Betracht ziehen.Schließlich handelt es sich um unsere Freizeit und gebloggt wird ja nicht für Bares, sondern aus Idealismus. So wie ich auf meinem Diskussionsblog "Was sind gute Wissenschaftsblogs" dies am Beispiel von Björn Kröger zu erläutern versuchte.

Danke für die Erfolgswünsche bzgl. Rückmeldung. Bislang ist der Versuch (gestartet auf http://neurowissenschaften.blogspot.com
jämmerlich fehlgeschlagen. Lesen ja, kommentieren nein ;-)) Nicht einmal auf ein Knöpfchen bei der Umfrage drücken (ggf. Curserprobleme ;-).....Vielleicht muss ich noch etwas Geduld üben, vermute aber, dass hier ein ähnlicher "Zustand" herrscht, wie seit wenigen Jahren in Mailinggruppen. 500 Mitglieder, aber nur 2-3 Personen schreiben. Die Mailinggruppe ist so zum "Newsticker" degeneriert.

Das heißt für uns, dass Wissenschaftsblogger zumindest bislang wohl noch mehr oder weniger "unter sich" bloggen?!

Mein vorläufiges Fazit aus den bisherigen Kommentaren: Wissenschaftsblogger sollten, so wie es aussieht sich ihr Wissenschaftsgebiet vornehmen auf dem Niveau, wie sie es möchten und können. Wer dazu in der Lage ist und Spaß daran hat, der kann seine Wissenschaft so vereinfacht präsentieren, dass auch Laien Zugang finden. Dann wird wohl die Besucherzahl größer sein und Leser, welche ihren Horizont erweitern möchten, werden - so wie ich sehr dankbar sein, wenn sie in der Lage sind einen Blick über den Zaun fremder Wissenschaften zu werfen ;-))
LG Monika

JLT said...

Danke für die Erfolgswünsche bzgl. Rückmeldung. Bislang ist der Versuch (gestartet auf http://neurowissenschaften.blogspot.com
jämmerlich fehlgeschlagen. Lesen ja, kommentieren nein ;-)) Nicht einmal auf ein Knöpfchen bei der Umfrage drücken (ggf. Curserprobleme ;-).....Vielleicht muss ich noch etwas Geduld üben, vermute aber, dass hier ein ähnlicher "Zustand" herrscht, wie seit wenigen Jahren in Mailinggruppen. 500 Mitglieder, aber nur 2-3 Personen schreiben. Die Mailinggruppe ist so zum "Newsticker" degeneriert.


Ich denke, die Hemmschwelle, eine Frage zu stellen, die dann auch so abgespeichert da stehen bleibt, und die - furchtbarster aller Gedanken - eine Unkenntnis offenbart, ist ziemlich hoch. Ich kann die Leser meines Blogs durchaus verstehen, dass sie nicht nachfragen, Unkenntnis von Sachverhalten welcher Art auch immer "zugeben" zu müssen, fällt niemanden wirklich leicht. Geht mir ja auf anderen Blogs nicht anders ;-)

Aber man kann mir auch ganz geheim eine Email schreiben...

Mich hat die von Dir angestoßene Diskussion jedenfalls dazu gebracht, darüber nachzudenken, was ich ändern könnte, um mich verständlicher zu machen. Schließlich ist ein Blog (auch) eine Form der Kommunikation und wenn ich nur in Rätseln spreche, kann ich auch nicht erwarten, dass mir jemand antwortet...

Also vielen Dank für das Anstoßen dieser Diskussion, ich werde im Rahmen meiner Möglichkeiten versuchen, etwas weniger kryptisch zu sein. ;-)

Schöne Grüße,
JLT

Monika Armand said...

Hallo JLT,
aber bitte nich wegen mir ;-)). Ich glaube, als Biologin findet man im Netz doch etliche fachkundige Leser. Und da Du gerade an Deiner Diss arbeitest...dürfte vielleicht der Austausch mit Fachkollegen im Moment interessanter und für Dich persönlich profitabler sein. Danach, sofern mehr Zeit da ist, kannst Du immer noch "Biologie für Anfänger" machen.So etwas kostet nämlich mehr Zeit, als man denkt.
Alleine die Übersetzungen dürften, wie Florian und Du beschrieben hast, ziemlich zeitraubend sein...
LG Monika

JLT said...

@ Monika:

Doch, Du bist Schuld ;-)

Ernsthaft, es ist meiner Meinung nach häufig nicht viel zeitaufwändiger, "einfacher" zu formulieren, man/ich bin nur nicht darauf trainiert. Diese Diskussion hat meine Aufmerksamkeit darauf gelenkt und mit der Zeit kann ich mir sicherlich auch angewöhnen, die leichter verständliche Formulierung zu verwenden.
Anderes ist sicherlich schwieriger umzusetzen, aber irgendwo muss man ja anfangen...

MfG,
JLT