14 April 2007

Dino McNuggets

Noch ein kleiner Newsflash:


Aus einem Dinosaurierknochen haben Wissenschaftler Protein extrahieren und dessen Zusammensetzung mittels Massenspektrometrie bestimmt können.
The findings of protein in the bones were confirmed by mass spectrometry, a sensitive technique that identifies chemicals by their atomic mass.

It was able to show the T. rex material contained sequences of amino acids - protein building blocks - typical of collagen.[...]

When the scientists compared the protein sequence pattern to those of living animals in a database, it was found to be structurally similar to chicken collagen, and there were also similarities with frog and newt protein.
[Quelle und Bild-Quelle: BBC News]

Das die Proteinzusammensetzung des Dino-Kollagens der des Hühner-Kollagens sehr ähnlich ist, entspricht natürlich genau dem, was man erwarten würde - wenn man denn die Evolutionstheorie akzeptiert.

MfG,
JLT


Asara et al., Protein Sequences from Mastodon and Tyrannosaurus Rex Revealed by Mass Spectrometry. Science 13 April 2007: Vol. 316. no. 5822, pp. 280 - 285
Schweitzer et al., Analyses of Soft Tissue from Tyrannosaurus rex Suggest the Presence of Protein. Science 13 April 2007: Vol. 316. no. 5822, pp. 277 - 280

10 Kommentare:

Christoph Heilig said...
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JLT said...

Was ist denn Deiner Meinung nach richtig? Der Dinosaurier ist erst seit 4000 Jahren tot und ist in der Flut gestorben?
Gibt es eigentlich viele Junge-Erde-IDler?

"[T]he size of the bone and the depth of its entombment accounted for the unusual preservation of the tissues. Thick bones, ... afford interior matter more protection from environmental degradation. Another factor was that this particular dinosaur was buried in a virtually oxygen-free setting very soon after death. The depth may also have insulated it over time."
[Quelle: NYT]

Sie haben nicht vollständige Proteine gefunden, sondern Fragmente, deren Aminosäurenbestandteile ihrerseits im Fossiliesierungsprozess chemisch verändert waren. Kollagen ist ein sehr stabiles Molekül und eines, das in großen Mengen vorkommt.
Aussagen über eine maximale Haltbarkeit sind immer auch Aussagen über eine Nachweisgrenze. Mit den Methoden, die sie für diese Veröffentlichungen eingesetzt haben, können Proteinmengen nachgewiesen werden, die vor 10 Jahren noch völlig außerhalb des nachweisbaren Bereiches lagen. Ich persönlich stelle mich darauf ein, in nächster Zeit von noch viel mehr dieser Untersuchungen zu lesen, da es nun in den Bereich des möglichen gerückt ist, auch aus so alten Fossilien noch Protein-Sequenzen zu gewinnen. Ist das nicht spannend?

JLT

Christoph Heilig said...
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Anke said...

Ich selbst bin überzeugte Atheistin, was mich jedoch nicht davon abhält, die Dogmatik abzulehnen, mit welcher die hier schreibende Biologin agiert. Ich selbst liebe einen Kurzzeitkreationisten und gestehe dem von seiner Seite formulierten Paradigma einige starke Argumente zu. Wie beispielsweise Stephans Besprechung zum Nusplinger Plattenkalk, Brandts Überlegungen zur Demographie und zum Befund der überlieferten Steinwerkzeuge. Auch obige Befunde passen sehr gut in ein Kurzzeitmodell. Auch meine weltanschauliche Position als Atheistin kann mich nicht davon abhalten anzunehmen, die Erde sei jünger als 4,6 Milliarden Jahre. Ich bin sozusagen eine "Kurzzeitatheistin".^^

JLT said...

Dann frag' ihn doch mal, wie er z. B. die hier dargestellten Befunde erklärt:

Wie alt ist die Erde und woher wissen wir das.

Anschließend kann er dann hier weiter machen.

JLT said...

Upps, nochmal der Link zu Wie alt ist die Erde.

Wahlweise könnte er übringes auch mit den Argumenten dieses Old Earth Kreationisten anfangen.

Christoph Heilig said...
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JLT said...

"Was ist aber mit Kurzzeitatheisten, welche aufgund geologischer Befunde annehmen, die Erdgeschichte müsse weitaus kürzer sein als gemeinhin angenommen und die radiometrischen Datierungen müssten diesbezüglich fehlerhaft sein? Was, wenn ein Atheist diese geologischen Befunde (Anke bringt ja auch ein Beispiel) für gewichtiger hält, als die Tatsache, dass die Gründe für die "Fehler" (bzw. eben nichtlinearen Ergebnisse) noch nicht bekannt sind?

Dogmatiker?!


Kurzzeitkreationisten wie -atheisten haben genau das gleiche Problem. Ihre Auffassung stimmt nicht mit den geologischen Befunden überein.
Es gibt sicherlich Einzelbefunde, die mit einer Jungen Erde in Einklang gebracht werden können. Aber wenn man "Junge Erde" als wissenschaftliche Theorie betrachtet, dann ergeben sich daraus eine ganze Reihe von Voraussagen, und sehr viele von diesen treffen nicht zu. Damit ist das Junge-Erde-Modell erledigt.

"P.s.: Der OEC den du zitierst glaubt an Schöpfung, wie er sehr deutlich macht. Schöpfung ist aber falsch und Evolution ist wahr, schon vergessen? Der Typ hat offensichtlich keine Ahnung und kann unmöglich ernst genommen werden ..."

Da Wissenschaftlern ja immer gleich eine atheistische Agenda unterstellt wird, dachte ich, ich verlinke mal auch zu einem OEC. Er unterstreicht meinen Punkt: Wenn man sich die gesamte Datenlage anschaut, kann man, wenn man ehrlich ist, nur zu dem Schluss kommen, dass die Erde tatsächlich alt ist, unabhängig von seinem Glauben oder Nicht-Glauben.

Christoph Heilig said...
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M. Neukamm said...

Mit einiger Verspätung:

http://www.evolutionsbiologen.de/genesis220507.html